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Zum 100-jährigen Bestehen des Boßelvereins Martje-Flohrs Katharinenheerd fand die große Festaktion am 23.02.2008 mit einer großen Feier im Kirchspielkrug in Tetenbüll statt, die zu einem krönenden Abschluss führte...
Die Gäste wurden mit einem Glas Sekt empfangen. Leider war der Saal nicht ganz gefüllt, es waren neunzig Leute der Einladung gefolgt, was aber nicht bedeutet, dass der Abend an Höhepunkten verloren hatte.
Mit launigen Worten begrüßte der 1.Vorsitzende Marten Spreckelsen die Gäste. Ferner wurden begrüßt: der Ehrenvorsitzende Jann Spreckelsen, die Bürgermeisterin Marga Martens, Herr Pastor Beermann, sowie die Ehrenmitglieder Günter Ketels und Peter Jordan Gerrns.
Mit großem Optimismus erzählte der 1.Vorsitzende, dass es bei den Feldkämpfen nur strahlende Gesichter gegeben hat, obwohl alle Feldkämpfe verloren gingen. Die Niederlagen fielen glimpflicher aus. Immerhin hieß es gegen Kotzenbüll in diesem Feldkampf verloren wir mit zwei Schott anstatt mit sieben. Gegen Olversum verloren wir mit einem Schott. Letztlich gegen Kating waren es nur unglückliche 5 Meter. Da kann man doch von Aufschwung reden, immerhin wurden 8 Schott weniger verloren als im vergangenen Jahr.
Eine gute Kassenlage wurde vom Kassenwart Axel Witt bestätigt. Zur Stärkung der Kassenlage trug auch die Spendenfreudigkeit der Dorfbewohner bei. Ebenfalls ein dickes Polster einiger Sponsoren ging auf das Konto des Boßelvereins. Nicht zu vergessen die Lottoabende, wo der Überschuss ebenfalls dem Konto des Vereins zugeführt wurde. Laut Marten´s Rede sollte kein Geld nach Lichtenstein gebracht werden, deswegen wurde eine etwas teurere Kapelle engagiert. Die Ralf-Dreeßen-Band trug zur guten Stimmung bei, auch wenn es den älteren zu laut erschien.
Die Preise des kürzlich durchgeführten Preis- und Konkurrenzboßeln wurden vergeben. Die Jugend startete mit Jannik Widderich und erbrachte beachtliche Würfe von 140 und 143 Metern, Lars Witt 104 Meter, 17-18 Jahre André Hennings 124 Meter, 20-29 Jahre Tim Burmeister 150 Meter, 30-40 Jahre Svend Mundsahl 142 Meter, 40-50 Jahre Walter Hennings 142,5 Meter, Harro Widderich 132 Meter, Michael Sell 100 Meter, 51-60 Jahre Uwe Gerdsen 106,5 Meter, 71-80 Jahre Jann Spreckelsen 52 Meter und 81+ Jahre Günter Ketels 45 Meter. Danach erfolgte die Pokalverleihung, wovon genügend ausgegeben wurden: den A-Pokal gewann Tim Burmeister, den Jugendpokal und den Punktepokal erhielt Jannik Widderich. Michael Sell durfte einen Pokal entgegen nehmen für seine viel geleistete Arbeit im Verein. Das Chronik-Team wurde mit einem kleinen Chronik-Pokal bedacht. Den Einladern wurde gedankt für die aufwendige Mühe. Ebenfalls ein Dankeschön an die Bürgermeisterin Marga Martens, an Lene Gerrns, Petra Widderich, Lie Ketels und Birte Sell.
Mit der silbernen Nadel für 20.jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Hans Martens, Ingo Schmidt, Rüdiger Ströhmer und Timo Wilke. Ernst Petersen ist Mitglied des Vereins seit 53 Jahren, er wurde für seine Treue Ehrenmitglied. Eine Ehrenurkunde gab es für Herbert Wilke.
Nach den ganzen Regularien kam das Highlight des Abends. Einige aktive Boßler so Mitte der 50er Jahre, die längst nicht mehr auf Erden weilenden Männer wurden bei einem Boßelkampf in hervorragender Weise von Nachahmern mit all ihren Macken und Gebaren dargestellt. Georg Peters (Post) wurde von Hans Martens dargestellt. Marten Spreckelsen war in die Rolle von Johannes Petersen (Hanne Witt) geschlüpft. Jann Spreckelsen hatte seinen Auftritt als Emil Martens. Der ehemalige Spitzenboßler Peter Hems wurde von Walter Hennings vertreten. Naturgetreu stellte Volker Johst den ehemaligen Fleischbeschauer Bernhard Borrmann dar. Gleich zwei originelle Rollen übernahm Karl-Heinz Martens, er zeigte sich als Max Güldenzoph und nicht zu vergessen den einmaligen Willy Kähler. Sogar eine Frau war in der damaligen Männerrunde dabei: Petra Widderich war in die Rolle von Greet Post zugegen. Sie brachte den Boßlern ein Getränk, um anschliessend ihren Georg heil mit nach Hause nehmen zu können. Zum Schluss der lustigen Vorstellung der Debütanten sangen die Boßler das neue schöne Boßellied, welches Heike Löw eigens für den Abend geschrieben hatte.
Danach hieß es nur noch tanzen bis in die frühen Morgenstunden.
Anita Peters
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